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Einzeltermin

Forschung im Fokus: Widersprüche in der Wissenschaft. Warum kann eine Studie ganz unterschiedlich bewertet werden?

Prof. Dr. Simon Eickhoff (Universitätsklinikum Düsseldorf und Forschungszentrum Jülich)

Der wissenschaftliche Erkenntnisprozess umfasst viele Schritte: Eine Theorie wird entwickelt, Hypothesen erstellt, schließlich Daten gesammelt und ausgewertet. Jeder dieser Schritte kann die endgültigen Schlussfolgerungen potenziell beeinflussen, aber in welchem Umfang? Der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Simon Eickhoff zeigt an Hand eines Beispiels aus der Hirnforschung, wie sich die Art der Datenanalyse auf die Ergebnisse auswirkt und warum uns das trotzdem nicht beunruhigen muss.

Wissenschaftliche Expertise bestimmt in der Corona-Krise unseren Alltag, wie vermutlich nie zuvor: von der AHA-Regel, über den R-Wert bis hin zu Einschätzungen über die Durchführung von Schulunterricht, Fußballspielen und Weihnachtsmärken. Gleichzeitig gibt es eine Gegenbewegung der Skepsis und Hinterfragung angeordneter Maßnahmen. Viele tun sich schwer damit zu erkennen, wo die Grenzen verlaufen zwischen etablierten Fakten, wissenschaftlicher Debatte, bloßer Spekulation und reiner Verschwörungstheorie. Forschung im Fokus möchte hier einen Beitrag leisten und ein Stück weit hinter die Kulissen der Wissenschaft blicken. Wie kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu ihren Ergebnissen? Welche Methoden wenden sie dabei an? An Hand verschiedener Forschungsfragen und Fachgebiete an der Heinrich-Heine-Universität geben unsere Vortragenden Einblicke in wissenschaftliche Erkenntnisprozesse – auch jenseits von Corona.

Aufgrund der aktuellen Infektionslage findet die Veranstaltung online über Youtube statt. Sie können unter folgendem Link teilnehmen und mitdiskutieren: https://youtu.be/3g1lp4NZHwM.

Veranstaltungsdetails

05.11.2020, 19:00 Uhr - 20:15 Uhr
Haus der Universität, Evangelische Stadtakademie
Ort: Haus der Universität
Verantwortlichkeit: