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Ringvorlesung: Von Ort zu Ort. DDR Export ins Rheinland

Bürgeruniversität Haus der Universität

 

Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann (HHU)

Köln, 13. November 1976, ein legendärer, politisch folgenreicher Kreidekreis auf der Bühne der Kölner Sporthalle: Auf einem Konzert zeichnet der DDR-Schriftsteller und Liedermacher Wolf Biermann einen Kreis um sich, eine Mini-DDR, um quasi in einer Art ambulanter Vertretung die kulturelle Identität der DDR zu besingen, „seiner“ DDR und die seiner kritischen Zeitgenossen. Ihren teils erzwungenen und sympathetisch nachfolgenden Exodus kennen wir. Er trägt wesentlich zum Ende der DDR bei, auch die Bereicherung der kulturellen Szene in Zeiten der Bonner Republik partizipiert davon.  

Ost und West haben verbindende Orte. Die Bonner Republik bietet sich auch als ein Ort der Begegnung an. Es reizt, dieser Bewegung und dem Bewegenden, Gemeinsames und Trennendes, nachzugehen und die Orte zu erkunden, an und mit denen sich daraus ein kulturwissenschaftlich markantes kulturelles Profil der Zeit erkennen lässt. Nicht nur in Köln begegnen sich die Systeme, auch Dortmund mit seiner Gruppe 61 und Berlin-Friedrichshagen tragen zur literarisch-politischen Landkarte insbesondere der 1960er und 1970er Jahre bei. Teil drei der Ringvorlesung Ost/West – in der Bonner Republik.     

Die Veranstaltung wird unter den aktuellen Corona-bedingten Hygienemaßnahmen im Haus der Universität durchgeführt. 

Veranstaltungsdetails

17.11.2022, 18:00 Uhr - 19:30 Uhr
Forschungsverbund "Die Bonner Republik"
Ort: Haus der Universität, BSR 2, 2. Etage
Verantwortlichkeit: