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FiMUR: Paride de Grassi, 'De caerimoniis papalibus'

Bürgeruniversität Haus der Universität

 

Dr. Philipp Stenzig (HHU)

Paris Crassus (bzw. Paride de Grassi) war päpstlicher Zeremonienmeister unter Julius II. und Leo X. In seinem Traktat "De caerimoniis papalibus" versucht er, die Motive der päpstlichen Riten und Zeremonien, aber auch die Praxis seines eigenen Berufes gewissermaßen kulturhistorisch zu verorten, indem er sie auf antike Vorbilder zurückführt.

Besonders geht es de Grassi darum, die Grundbegriffe des Zeremoniells und ihre Etymologie aus den antiken römischen und griechischen Autoren zu schöpfen – dadurch abstrahiert er von dem spezifisch kirchlichen Kontext seiner Tätigkeit und führt den Kult auf Gesetzmäßigkeiten zurück, die unabhängig von einer bestimmten Religion für alle Menschen gelten sollen, also auf anthropologische Konstanten, und erweist sich insofern als Humanist. Zugleich konstruiert er seine eigene Identität als "cerimoniarum censor", dessen Beruf den Regeln einer rationalen Wissenschaft verpflichtet ist.

Die Vorlesung findet hybrid statt. Den Link zur digitalen Teilnahme erhalten Sie per E-Mail über .

Die Veranstaltung wird unter den aktuellen Corona-bedingten Hygienemaßnahmen im Haus der Universität durchgeführt. 

Veranstaltungsdetails

09.11.2022, 18:30 Uhr - 20:00 Uhr
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Ort: Haus der Universität
Verantwortlichkeit: