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Zur Zukunft Künstlicher Intelligenz: Jenseits der Mensch-Maschine Konkurrenz. Ein anderer Blick auf Künstliche Intelligenz

Bürgeruniversität Haus der Universität


Prof. Dr. Dr. h.c. Sybille Krämer, Professorin für Philosophie an der FU Berlin bis zum Ruhestand 2018, jetzt Gastprofessorin an der Leuphana Universität Lüneburg

Im Jahr 2026 jährt sich die Dartmouth-Konferenz – offiziell das „Dartmouth Summer Research Project on Artificial Intelligence“ –, die am 18. Juni 1956 in den USA stattfand. Sie gilt als Geburtsstunde der Künstlichen Intelligenz als eigenständiges Forschungsfeld. Damals prägten führende Wissenschaftler erstmals den Begriff der KI und legten die theoretischen Grundlagen für eine Disziplin, die darauf abzielt, Maschinen zur Nachahmung menschlichen Denkens zu befähigen.

Anlässlich des 70. Jahrestags der legendären Konferenz lädt das HeiCAD vier hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, um aktuelle Entwicklungen zur Zukunft Künstlicher Intelligenz vor dem Hintergrund ihres ursprünglichen Erkenntnisversprechens neu zu befragen.

Zu den renommierten Gästen der Veranstaltung zählen der Philosoph und ehemalige Staatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, die Medienphilosophin Prof. Dr. Sybille Krämer, die Wissenschafts- und Technikphilosophin Prof. Dr. Gabriele Gramelsberger sowie der Kultur- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Roberto Simanowski. Ihre Beiträge eröffnen fundierte Einblicke in aktuelle Debatten und zukünftige Entwicklungspfade der KI. 

Was Maschinen in der Interaktion mit Menschen leisten, verrichten sie auf eine vom Menschen grundverschiedene Weise. Das gilt auch für die zeitgenössische Künstliche Intelligenz, die eine fremde, menschenunähnliche Form der Intelligenz und Sprachverarbeitung darstellt. Es war ein Missverständnis der Geburtsstunde der KI, den Darthmouth Konferenzen 1956, dass die Leistung von Computern darauf ziele, den menschlichen Geist nachzuahmen. Denn in der Folge etablierte sich ein Konkurrenzverhältnis, das angesichts der gegenwärtigen Erfolge der Künstlichen Intelligenz zu Verunsicherung und Überwältigungsängsten führt. 

Der Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Sybille Krämer versucht eine Blickwendung: Künstliche Intelligenz avanciert zu einer Kulturtechnik, welche unsere Ökologie des Geistes transformiert und unsere Praktiken des Umgangs mit Information und Wissen grundlegend verändert, so wie vormals die Einführung von Schrift und Buchdruck. Was es heißt, Künstliche Intelligenz als fremdartige Form des Umgangs mit menschlicher Sprache zu deuten, obwohl diese höchst plausible Antworten gibt, wird anhand der Large Language Models zeitgenössischer KI analysiert und reflektiert. 

Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten unter: https://www.heicad.hhu.de/veranstaltungen/zur-zukunft-kuenstlicher-intelligenz/sybille-kraemer

ICS

Veranstaltungsdetails

16.06.2026, 09:00 Uhr - 10:30 Uhr
Heine Center for Artificial Intelligence and Data Science (HeiCAD) der HHU