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SUMMARY:Bilder sagen mehr als 1000 Worte: Langzeitbeobachtung arktischer Z
 ooplanktongemeinschaften mit optischen Methoden
DESCRIPTION:Vortrag im Rahmen der Ausstellung: Polargebiete – Expedition
  in die Extreme\nDr. Priv. Doz. Barbara Niehoff (Alfred-Wegener-Institut)\
 nDas Zooplankton – also die Tiere\, die mit den ozeanischen Strömungen 
 treiben – spielt eine zentrale Rolle in arktischen Ökosystemen. Viele G
 ruppen sind herbivor und damit das Verbindungsglied zwischen Primärproduz
 enten (Algen) und Konsumenten wie Fischen und Walen. Darüber hinaus träg
 t das Zooplankton über absinkende Kotballen und durch aktive Wanderungen 
 in der Wassersäule zum Kohlenstoffkreislauf bei. Die meisten Arten im ark
 tischen Zooplankton gehören zu den nur wenige Millimeter großen Ruderfuß
 krebsen (Copepoden). Einige dieser Arten überwintern ohne Nahrung in Tief
 en von bis zu 1000 Metern und kehren im Frühjahr an die Oberfläche zurü
 ck\, sobald Phytoplankton verfügbar ist. Lange Zeit wurden Zooplanktonpro
 ben ausschließlich mit Netzen gesammelt und unter dem Mikroskop analysier
 t. Dies liefert jedoch nur grobe Informationen zur Tiefenverteilung\, und 
 die Anzahl der Individuen verschiedener Arten lässt sich nur eingeschrän
 kt mit den Umweltbedingungen in Beziehung setzen. Optische Zooplanktonreko
 rder bieten hier neue Möglichkeiten: Sie nehmen kontinuierlich Bilder auf
  und messen gleichzeitig Umweltparameter wie Temperatur und Salzgehalt. Au
 ch im Labor kommen bildanalytische Verfahren zum Einsatz. Hier werden fixi
 erte Netzproben gescannt und die Organismen mithilfe KI-gestützter Softwa
 re identifiziert. So lassen sich Proben deutlich schneller und standardisi
 erter auswerten als unter dem Mikroskop. Besonders gut eignen sich diese V
 erfahren für arktische Organismen\, da diese im Vergleich zu borealen ode
 r tropischen Arten oft deutlich größer sind. In der Framstraße\, die de
 n Nordatlantik mit dem Arktischen Ozean verbindet\, werden daher seit mehr
  als zehn Jahren die Biogeographie und Biodiversität des Zooplanktons mit
  optischen Methoden untersucht. \nIm Vortrag werden diese Methoden vorges
 tellt\, ein Einblick in die Vielfalt der arktischen Zooplanktonorganismen 
 gegeben und dargestellt\, wie sich die Zooplankton-Gemeinschaften im kalte
 n Ostgrönlandstrom im Westen und im warmen\, salzreichen Westspitzbergens
 trom im Osten der Framstraße unterscheiden und wie sich diese im letzten 
 Jahrzehnt verändert haben.\nDie Ausstellung ist bis zum 12. Juni 2026 im 
 Haus der Universität zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Alle Term
 ine zur Ausstellung finden Sie in diesem Kalender sowie weitere Informatio
 nen und die Möglichkeit zur Anmeldung unter: https://www.polarscience.de/
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p><br />Vortrag im Rahmen der Ausstellung: P
 olargebiete – Expedition in die Extreme</p>\n<p>Dr. Priv. Doz. Barbara N
 iehoff (Alfred-Wegener-Institut)</p>\n<p>Das Zooplankton – also die Tier
 e\, die mit den ozeanischen Strömungen treiben – spielt eine zentrale R
 olle in arktischen Ökosystemen. Viele Gruppen sind herbivor und damit das
  Verbindungsglied zwischen Primärproduzenten (Algen) und Konsumenten wie 
 Fischen und Walen. Darüber hinaus trägt das Zooplankton über absinkende
  Kotballen und durch aktive Wanderungen in der Wassersäule zum Kohlenstof
 fkreislauf bei. Die meisten Arten im arktischen Zooplankton gehören zu de
 n nur wenige Millimeter großen Ruderfußkrebsen (Copepoden). Einige diese
 r Arten überwintern ohne Nahrung in Tiefen von bis zu 1000 Metern und keh
 ren im Frühjahr an die Oberfläche zurück\, sobald Phytoplankton verfüg
 bar ist. Lange Zeit wurden Zooplanktonproben ausschließlich mit Netzen ge
 sammelt und unter dem Mikroskop analysiert. Dies liefert jedoch nur grobe 
 Informationen zur Tiefenverteilung\, und die Anzahl der Individuen verschi
 edener Arten lässt sich nur eingeschränkt mit den Umweltbedingungen in B
 eziehung setzen. Optische Zooplanktonrekorder bieten hier neue Möglichkei
 ten: Sie nehmen kontinuierlich Bilder auf und messen gleichzeitig Umweltpa
 rameter wie Temperatur und Salzgehalt. Auch im Labor kommen bildanalytisch
 e Verfahren zum Einsatz. Hier werden fixierte Netzproben gescannt und die 
 Organismen mithilfe KI-gestützter Software identifiziert. So lassen sich 
 Proben deutlich schneller und standardisierter auswerten als unter dem Mik
 roskop. Besonders gut eignen sich diese Verfahren für arktische Organisme
 n\, da diese im Vergleich zu borealen oder tropischen Arten oft deutlich g
 rößer sind. In der Framstraße\, die den Nordatlantik mit dem Arktischen
  Ozean verbindet\, werden daher seit mehr als zehn Jahren die Biogeographi
 e und Biodiversität des Zooplanktons mit optischen Methoden untersucht.&n
 bsp\;</p>\n<p>Im Vortrag werden diese Methoden vorgestellt\, ein Einblick 
 in die Vielfalt der arktischen Zooplanktonorganismen gegeben und dargestel
 lt\, wie sich die Zooplankton-Gemeinschaften im kalten Ostgrönlandstrom i
 m Westen und im warmen\, salzreichen Westspitzbergenstrom im Osten der Fra
 mstraße unterscheiden und wie sich diese im letzten Jahrzehnt verändert 
 haben.</p>\n<p>Die Ausstellung ist bis zum 12. Juni 2026 im Haus der Unive
 rsität zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Alle Termine zur Ausste
 llung finden Sie in diesem Kalender sowie weitere Informationen und die Mö
 glichkeit zur Anmeldung unter: <a href="https://www.polarscience.de/">http
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