Internationales Symposion und Stadtevents
Am 11. Mai 2026 würde Rose Ausländer 125 Jahre alt werden. Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. 1901 in einer jüdischen Familie in Czernowitz, der Hauptstadt der damaligen österreichisch-ungarischen Provinz Bukowina, geboren, überlebte Rose Ausländer den Massenmord an den europäischen Juden durch das NS-Regime, nachdem auch ihre Heimatstadt im Zuge des von Hitler befohlenen Angriffs auf die Sowjetunion Anfang Juli 1941 von deutschen und rumänischen Truppen besetzt worden war. 1944, durch das Vorrücken der Roten Armee befreit, lebte Rose Ausländer danach in Rumänien und den USA, bevor sie 1964 nach Europa zurückkehrte. 1965 übersiedelte sie nach Düsseldorf, wo sie bis zu ihrem Tod 1988 wohnte. Seit 2022 ist Czernowitz, das heute zur Ukraine gehörende Tscherniwzi, eine der Partnerstädte Düsseldorfs. Beide Städte sind nicht zuletzt durch das gemeinsame Erbe des weltbekannten Werkes von Rose Ausländer miteinander verbunden.
Anlässlich des 125. Geburtstages veranstaltet die HHU ein mehrtägiges Symposium (10. bis 13. Mai 2026), das das Leben und Werk der Dichterin umfassend beleuchten wird. In Kooperation mit der Rose-Ausländer-Gesellschaft e.V. findet ein begleitendes Kulturprogramm an verschiedenen Orten der Stadt statt, dieses startet schon am 10. Mai.
Das Symposion findet im Haus der Universität statt, die Stadtevents im Gerhart-Hauptmann-Haus, im Nordpark, im KAP1 in der Düsseldorfer Zentralbibliothek und im Heinrich-Heine-Institut. Das detaillierte Programm finden Sie hier.