Termin

Titel:
Internationale Tagung: "The Popularity of Words and Music"

Datum / Uhrzeit:
22.11.18 - 24.11.18



Ort:
Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf


Beschreibung:

 

Prof. Dr. Susan Winnett (HHU Düsseldorf); Thomas Gurke (Universität Koblenz-Landau)
Internationale Tagung: "The Popularity of Words and Music"
Keynote: Prof. Dr. Nassim Balestrini (Universität Graz); Vorträge von internationalen (Nachwuschs-)Wissenschaftler/Innen

Dass das Populäre noch immer politische und konfliktreiche Potenziale aufweist, beweisen jüngste, multimedial debattierte Ereignisse rund um das Genre des Hip-Hop sowie des sogenannten Battle-Raps.

Als der amerikanische Rapper Kendrick Lamar am 12. April 2018 den Pulitzer-Preis für Musik bekam, wurde dies mit der Tatsache begründet, dass er als subversiver Künstler in der Lage sei, die Komplexität des afro-amerikanischen Lebens einzufangen. Der Preis ging damit zum ersten Mal an ein bereits als populär etabliertes Genre, das in vielen Songs und dazugehörigen Musikvideos seine eigene Profitabilität thematisiert.

Etwa zur gleichen Zeit entstand in Deutschland eine Debatte über die antisemitischen Aussagen der Düsseldorfer Rapper Kollegah und Farid Bang, welche nicht nur hinterfragte was Kunst darf , sondern auch den institutionellen Charakter profitgetriebener Musikpreise wie den Echo kritisierte und sogar insgesamt das Verständnis für eine Kunstform wie Rap in Deutschla nd in Frage stellte. Beide Beispiele zeigen, wie institutionelle Kategorien des Populären immer unschärfer werden und gesellschaftlich eine wachsende Unsicherheit zunimmt, was als Populär, was als subversiv im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet werden kann.

Ziel der internationalen Tagung für NachwuchswissenschaftlerInnen The Popularity of Words and Music ist es, intersemiotische und intermediale Prozesse des Austauschs zwischen den Medien Text und Musik zu exponieren. Anstelle eines rein deskriptiven, zeichentheoretischen Ansatzes verschränkt diese Veranstaltung den Bereich des Intermedialen mit dem des Populären bzw. der Pop-Theorie und den Cultural Studies. Hierbei wird ein Spannungspotenzial freigelegt, das zwischen Zeichentheorie, Wirkungsästhetik und Ideologiekritik oszilliert und somit auch den kulturellen Dimensionen und politischen Funktionen der Medien Musik und Sprache Rechnung trägt.

Zeiten der Tagung:

22.11.: 14.00-19.00 Uhr

23.11.: 09.30-18.00 Uhr

24.11.: 09.30-17.00 Uhr

 


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