Termin

Titel:
Tax Certainty - Rechtssicherheit im internationalen Unternehmenssteuerrecht nach BEPS

Datum / Uhrzeit:
23.10.18   /  10:45 - 16:00



Ort:
Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf


Beschreibung:

 

Heinrich Heine Universität Düsseldorf, Düsseldorfer Vereinigung für Steuerrecht e.V., Institut für Unternehmenssteuerrech
Tax Certainty - Rechtssicherheit im internationalen Unternehmenssteuerrecht nach BEPS
Dr. Nadia Altenburg, OECD Paris, Dr. Jakob Billau, Dr. Daniel Kaiser, CMS Hasche Single, Stuttgart, Gerd Goller, WTS München, Dr. Christian Graw, Finanzgericht Düsseldorf, Prof. Dr. Jochen Lüdicke, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Freshfields Bruckhaus Deringer, Düsseldorf, Dr. Michael Puls, Flick Gocke Schaumburg Düsseldorf, Till Reinfeld, WTS, Düsseldorf, Dr. Stefan Schmitz, Bundeszentralamt für Steuern, Bonn, Ingo Thill, Taunus Treuhand/Altana AG, Prof. Dr. Matthias Valta, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Die laufende Umsetzung des BEPS-Projektes und des multilateralen Instruments verändert das internationale Unternehmenssteuerrecht tiefgreifend. Beachtlichen Fortschritten in der Vermeidung der Doppelnichtbesteuerung und der „Minderbesteuerung“ steht eine weiter gewachsene Regelungsdichte gegenüber. Die Abstimmung der nationalen Steuerrechtsordnungen und zunehmende Datenerhebung bürden den Steuerpflichtigen neue Nachweis- und Dokumentationspflichten auf. Die OECD stellt daher nun zu Recht die Frage in den Fokus, inwieweit die verstärkte legislative und administrative Verzahnung der nationalen Steuerrechtsordnung auch unmittelbar zu Gunsten des Steuerpflichtigen zur schnelleren Schaffung von Rechtssicherheit genutzt werden kann. Aus der Praxis häufen sich hingegen Berichte, dass die Intensität und die Schärfe der Diskussionen der Steuerpflichtigen mit den unterschiedlichen Finanzverwaltungen zunehmen. Dies hat auch erheblichen Einfluss auf das Tätigen von Investitionsentscheidungen.

Das „International Compliance Assurance Program (ICAP)“ der OECD sowie gemeinsame Betriebsprüfungen von Steuerverwaltungen unterschiedlicher Länder, sogenannte „Joint Audits“, sind Möglichkeiten, einen engeren, koordinierten Austausch zwischen verschiedenen Finanzverwaltungen und dem Steuerpflichtigen zu ermöglichen und Streitpotential bereits im Vorfeld auszuräumen. Wir wollen deshalb mit namhaften Experten (u.a. vom BZSt, der OECD, der Finanzgerichtsrechtsprechung, der Industrie sowie der Beraterschaft) gemeinsam erörtern und diskutieren, welche Dimensionen „Tax Certainty“ in einer „Post-BEPS-Welt“ hat und welche Wege in Zukunft zur Erlangung von (mehr) Steuerrechtssicherheit gegangen werden müssen.

Ferner werden wir einen Blick auf die kommenden Anzeigepflichten für strukturierte Steuergestaltungen werfen. Wie kann die zusätzliche Komplexität und eine weitere „Datenflut“ im rechtsstaatlichen und praktikablen Rahmen gehalten werden? Kann oder muss sich auch für den Steuerpflichtigen ein Mehr an Rechtssicherheit aus den Anzeigepflichten ergeben?

Schließlich möchten wir uns mit dem immer wichtiger werdenden Thema der „Compliance“ aus steuerlicher Verrechnungspreissicht befassen und deren Dimension auch aus einem steuerstrafrechtlichen Blickwinkel beleuchten. Praxiserfahrungen zeigen, dass die deutsche Finanzverwaltung bei der Verrechnungspreisbestimmungen steuerstrafrechtliche Vorwürfe insbesondere bei steuerlichen Außenprüfungen von Verrechnungspreissachverhalten zunehmend in Betracht zieht.


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