Termin

Titel:
Ringvorlesung "Emotionen": Can’t beat the feeling: Über den Zusammenhang von Politik und Emotionen

Datum / Uhrzeit:
23.05.18   /  17:00 - 18:30

Veranstalter:
Zentrum Studium Universale der HHU


Ort:
Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf


Beschreibung:

 

Ringvorlesung Studium Universale "Emotionen"
Can’t beat the feeling: Über den Zusammenhang von Politik und Emotionen
Prof. Dr. Konstanze Senge

Mit der Aufklärung schien eine strikte Orientierung an Vernunft und Rationalität – allzumal in den Wissenschaften – erfolgsversprechender zu sein als eine – vermeintlich in die Gegenrichtung zielende – Betonung des Gefühls. Das ändert sich seit vielen Jahren beispielsweise in der gesellschaftlichen Forderung nach mehr emotionaler Intelligenz. Heute kommt kaum eine noch so kurze Textnachricht ohne Emojis oder Emoticons aus, die der reinen Information beigegeben werden.

Wie fruchtbar der Blick auf Emotionen sein kann, belegen Forschungen im Kontext des „emotional turn“, die Emotion in den Rang einer kulturanalytischen Kategorie heben. Auch spielen Emotionen eine stärkere Rolle in Überlegungen zum guten Leben und einer gerechten Politik (Martha C. Nussbaum) denn je.

Offenbar schlägt das Pendel aber überstark zurück, wenn Ängste und Hass starke Elemente in Diskursen sind, die ethnische Alterität mitkonstruieren, oder wenn Begriffe wie „Wutbürger“ oder „Gutmensch“ – durchaus pejorativ gemeint – zu affektiv besetzten Etiketten zur Diskreditierung von Bürgerinnen und Bürgern werden.

Vor dem Hintergrund dieser gesellschaftlichen Entwicklungen und Erfahrungen lädt das Zentrum Studium Universale zu der öffentlichen Ringvorlesung „Emotionen“ ein. In insgesamt fünf Vorträgen werden Emotionen in Zusammenhang mit Politik, Neurobiologie, Ästhetik, Philosophie und Konfliktforschung diskutiert und vorgestellt.

In dem Vortrag "Can’t beat the feeling: Über den Zusammenhang von Politik und Emotionen“ wird Frau Prof. Senge aus soziologischer Perspektive das Verhältnis von Politik und Emotionen untersuchen. Unsere Gesellschaft ist durch einen kulturellen Wandel gekennzeichnet, der unter dem Vorzeichen der „Emotionalisierung“ beschrieben werden kann. Die Prävalenz der Gefühle bezieht sich dabei nicht nur auf Werbebotschaften für Konsumangebote, sondern Technologien der Steuerung von Emotionen vollziehen sich in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen. In dem Vortrag wird aus soziologischer Perspektive diskutiert, welche Bedeutung die neue Relevanz des Sinnlichen für unser Verständnis von Politik hat.

 


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