Termin

Titel:
Vélomanie?!: Das Rennen gegen die Zeit. Fahrradfahrer und Radsport im französischen Film

Datum / Uhrzeit:
18.07.17   /  20:00 - 22:00

Veranstalter:
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Institut für Romanistik, Jun.-Prof. Dr. Siegline Borvitz, Prof. Dr. Frank Leinen


Ort:
Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf


Beschreibung:

 

Vélomanie?!
Das Rennen gegen die Zeit. Fahrradfahrer und Radsport im französischen Film
Jun.-Prof. Dr. Sieglinde Borvitz

„Man kann das Fahrrad nicht loben, ohne von sich zu sprechen. Das Fahrrad gehört zur Geschichte eines jeden von uns“, mit diesem Wort beginnt Marc Augés Schrift zum Lob des Fahrrads (frz. Orig. 2008, dt. Übers. 2016). Und so wundert es nicht, dass das Fahrrad auch im Film einen Platz gefunden hat, geht es doch gerade dort darum, das exemplarische Einzelschicksal zu beleuchten und den Menschen an sich zum Vorschein kommen zu lassen. Insofern bieten das Fahrrad und das Rennen gegen die Zeit im Film Potential für Komödien, wie etwas Jacques Tatis „Schützenfest“, aber auch für das Drama, insbesondere wenn es wie in neueren Produktionen an sportliche Spitzenleistungen geknüpft ist. Wie werden das Radfahren und die Tour de France im französischen Film rezipiert und thematisiert? Und wie verhält es sich dabei mit der ästhetischen Reflexion über die siebte Kunst selbst? - So lauten die Leitfragen des Vortrags.

Jun.-Prof. Dr. Sieglinde Borvitz

Sieglinde Borvitz studierte Italianistik, Frankreichstudien, Ost- und Südosteuropawissenschaften an der Universität Leipzig, mit Auslandsstudium in Florenz und Paris. Darauf folgte die binationale Promotion in Romanistik und Kulturwissenschaften an Universitäten Düsseldorf und Palermo. Seit 2012 ist sie Juniorprofessorin für Romanistische Literatur- und Kulturwissenschaft (Italienisch/Französisch) am Institut für Romanistik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Publikationen (Auswahl)

Monographie: S. Borvitz (2014): Controcorrente. Die kruden Visionen von Ciprì und Maresco. Düsseldorf: DUP.

Herausgeberschaften (Auswahl):

S. Borvitz/Y. Temelli (Hg.) (2017, im Erscheinen): Phänomene der Verknappung in den romanischen Literaturen und Kulturen. Berlin: Kadmos.

S. Borvitz (Hg.)/G. Capoano/F. Vizza (2017): Luigi Lilio. Il dominio del tempo. Padua: Becco Giallo.

S. Borvitz (Hg., unter Mitarbeit von B. Engelmann) (2016): Vita da cani ‒ Hundeleben Zeitgenössische Erzählungen aus Italien. Italienisch-Deutsch. Düsseldorf: DUP (Reihe „Düsseldorf übersetzt“, Bd. 7).

S. Borvitz/W. Langer (Hg.) (2014): Animaliter – Zeitgenössische Erzählungen aus Italien. Italienisch – Deutsch. Düsseldorf: DUP (Reihe „Düsseldorf übersetzt“ Bd. 3).

S. Borvitz/M. Ponzi (Hg.) (2014): Schwellen. Für eine neue Theorie des Raums. Düsseldorf: DUP.

„Man kann das Fahrrad nicht loben, ohne von sich zu sprechen. Das Fahrrad gehört zur Geschichte eines jeden von uns“, mit diesem Wort beginnt Marc Augés Schrift zum Lob des Fahrrads (frz. Orig. 2008, dt. Übers. 2016). Und so wundert es nicht, dass das Fahrrad auch im Film einen Platz gefunden hat, geht es doch gerade dort darum, das exemplarische Einzelschicksal zu beleuchten und den Menschen an sich zum Vorschein kommen zu lassen. Insofern bieten das Fahrrad und das Rennen gegen die Zeit im Film Potential für Komödien, wie etwas Jacques Tatis „Schützenfest“, aber auch für das Drama, insbesondere wenn es wie in neueren Produktionen an sportliche Spitzenleistungen geknüpft ist. Wie werden das Radfahren und die Tour de France im französischen Film rezipiert und thematisiert? Und wie verhält es sich dabei mit der ästhetischen Reflexion über die siebte Kunst selbst? - So lauten die Leitfragen des Vortrags.

 


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