Termin

Titel:
Lampedusa 361: Finissage und Abschlusskonzert

Datum / Uhrzeit:
13.07.17   /  19:30 - 21:30

Veranstalter:
Friends of Dresden Deutschland e.V, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf


Ort:
Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf


Beschreibung:

 

Finissage 
Lampedusa 361. Finissage und Abschlusskonzert
Etta Scollo

Die Kunstinstallation „Lampedusa 361. Ein imaginärer Friedhof“ führt Fotos von auf der ganzen Insel verstreuten Flüchtlingsgräbern zusammen und möchte damit einen Eindruck vom Ausmaß der Tragödie vermitteln. Die 90 Motive wurden auf großformatige Matten gedruckt und dabei so ausgelegt, dass die Imagination eines Friedhofes entsteht. Die Ausstellung wird am 8. Juli mit einer Vernissage am Kö-Bogen eröffnet. Am gleichen Abend wird im Haus der Universität der auf der Berlinale 2016 ausgezeichnete Film „Seefeuer“ von Gianfranco Rosi gezeigt. Zur Finissage sowie dem Abschlusskonzert mit Etta Scollo sind Sie herzlich am 13. Juli eingeladen.

Etta Scollo schrieb Songs zur Tragödie der ertrunkenen Flüchtlinge

Inspiriert von der Kunstinstallation „Lampedusa 361” schrieb die als „Stimme Siziliens” berühmt gewordene Sängerin Etta Scollo das Lied „Sconoscuito-unbekannt“ über namenlos begrabene Flüchtlinge, die im Mittelmeer gestorben sind. Ein erstes Mal führte sie ihren Song am 12. Februar 2017 in der Dresdner Semperoper auf. Im Rahmen der Präsentation von „Lampedusa 361“ in Düsseldorf gibt sie am 13. Juli im Haus der Universität ein Konzert, wo auch dieser Song zu hören sein wird neben Liedern unter anderem nach Gedichten von zeitgenössischen Schreibern über das Thema Exil. Sowohl von sizilianischen Auswanderern in Amerika, wie nordafrikanischen Exilanten oder von Ibn Hamdis, dem größten arabisch-sizilianischen Dichter des 9. Jahrhundert, der von Sizilien nach Spanien ins Exil ging.

Außerdem wird Etta Scollo in Düsseldorf ein 10 Minuten langes Musikstück mit einer Rede als Text uraufführen. Es handelt sich um die zornige, mahnende Rede, die die Bürgermeisterin vom Lampedusa Giusi Nicolini an die Welt hielt, als sie im November 2012 ein erstes Mal auf dem Friedhof der Insel nicht mehr genug Grabstellen hatte, um alle Flüchtlinge zu bestatten, die vor Lampedusa ertrunken waren.

Bei ihrem Konzert im Haus der Universität wird Etta Scollo begleitet von Susanne Paul (Cello, Gesang), Cathrin Pfeifer (Akkordeon, Gesang) und Hinrich Dageför (Mandoline, portugiesische Gitarre, Perkussion).

Etta Scollo ist eine Frau mit einer großen Stimme. Diese Stimme hat mehr als eine Nuance, mal dunkel, mal hell, wild, sanft, klar, gebrochen, fröhlich, melancholisch. Aber immer mit Leidenschaft. Das macht sie so unverwechselbar. Und auch ihre Karriere hat mehr als eine Nuance. Mit einem Popsong war sie Nummer 1 in den österreichischen Charts, später sang sie Jazz und Oper, schrieb und sang ein Oratorium, spielte und sang die „Alice im Wunderland“ im Teatro Massimo in Palermo. Sie gestaltet literarisch-musikalische Programme, schrieb viele neue Songs und interpretiert auf ganz eigene Weise die alten. Und sie holte eine große sizilianische Sängerin aus der Vergessenheit, Rosa Balistreri, eine leidenschaftliche Frau wie sie.

 

Anmeldungen zum Konzert: 

undefinedhdu(at)hhu.de 

+49 211 81-10345


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