17.05.17 13:49

Prof. Dr. Wolf Frommer in Berlin ausgezeichnet

HHU holt mit Unterstützung der Humboldt-Stiftung renommierten Biologen nach Düsseldorf

Von: Humboldt-Stiftung/Redaktion

Sechs Spitzenwissenschaftler aus dem Ausland sind am Dienstagabend in Berlin mit dem höchstdotierten Forschungspreis Deutschlands ausgezeichnet worden, der Alexander von Humboldt-Professur. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka und der Präsident der Humboldt-Stiftung Prof. Dr. Helmut Schwarz überreichten die Preise während einer Festveranstaltung an Prof. Dr. Largus T. Angenent, Prof. Dr. Jijie Chai, Prof. Dr. Wolf B. Frommer, Prof. Dr. Ran Hirschl, Prof. Dr. Till Winfried Bärnighausen und Prof. Dr. Sven Bernecker. Die Preisträger wurden von deutschen Universitäten nominiert und werden nun in Düsseldorf, Göttingen, Heidelberg, Köln und Tübingen forschen. Die Auszeichnung ist mit je fünf Millionen Euro für experimentell und je dreieinhalb Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler dotiert.

Verleihung der Alexander-von-Humboldt-Professur an Prof. Dr. Wolf B. Frommer in Berlin (v.l.n.r.): Direktor des Max Planck Instituts für Pflanzenzüchtungsforschung Prof. Dr. Miltos Tsiantis, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Prof. Dr. Anja Steinbeck, Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka, Preisträger Prof. Dr. Wolf B. Frommer, Prof. Harald Bolt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich, Präsident der Humboldt-Stiftung Prof. Dr. Helmut Schwarz. Bild: Humboldt-Stiftung/David Ausserhofer

Verleihung der Alexander-von-Humboldt-Professur an Prof. Dr. Wolf B. Frommer in Berlin (v.l.n.r.): Direktor des Max Planck Instituts für Pflanzenzüchtungsforschung Prof. Dr. Miltos Tsiantis, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Prof. Dr. Anja Steinbeck, Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka, Preisträger Prof. Dr. Wolf B. Frommer, Prof. Harald Bolt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich, Präsident der Humboldt-Stiftung Prof. Dr. Helmut Schwarz. (Bild: Humboldt-Stiftung/David Ausserhofer)

"Die Preisträger gehören in den von ihnen vertretenen Disziplinen zur Crème de la Crème", sagte Prof. Helmut Schwarz in Berlin. Dass diese sich für die Fortsetzung ihrer Karriere in Deutschland entschieden hätten, zeige, wie attraktiv deutsche Universitäten sind. "Nicht zuletzt, aber nicht nur, auch vor dem Hintergrund aktueller politischer Entscheidungen anderenorts. Unsere Attraktivität hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Dies hat sich herumgesprochen; Forscher hierzulande werden weltweit immer häufiger wegen ihrer umfangreichen Fördermöglichkeiten beneidet", sagte Schwarz.

"Die Freiheit der Wissenschaft ist nicht verhandelbar. Sie besitzt zu Recht Verfassungsrang, denn sie betrifft elementare Grundlagen unserer Demokratie. Als solch wichtige Teile unserer Gesellschaft sollten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch viel mehr die Öffentlichkeit suchen, ihre Arbeit darstellen und in Debatten einsteigen. Hier bitte ich auch unsere Humboldt-Professoren: Gehen Sie als Vorbilder voran“, erklärte Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, und unterstrich: „Akademische Freiheit und Freiräume für kritisches Denken sind die besten Voraussetzungen für Debatten, die Gesellschaften weiterbringen."

Gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und dem Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung war die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) erfolgreich bei der Einwerbung des höchstdotierten deutschen Forschungspreises für das Exzellenzcluster CEPLAS: Künftig wird der weltweit renommierte Biologe Prof. Dr. Wolf B. Frommer nicht mehr in Stanford, sondern in NRW forschen.

Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der HHU und Laudatorin auf der Preisverleihung in Berlin: "Ein notwendiger Baustein für die Forschung von CEPLAS ist die Analyse von Transportproteinen, die ein wichtiger Schlüssel für die Ertragssteigerung von Pflanzen sind. Professor Frommer ist einer der führenden Experten genau auf diesem Gebiet. Er entwickelte eine Nanosensor-Technologie, mit deren Hilfe man minimal-invasiv Stoffwechselprozesse in lebenden Organismen untersuchen kann. Wir sind sehr glücklich, die Chance erhalten und ergriffen zu haben, diesen vielfach ausgezeichneten Wissenschaftler nach Deutschland zurückzuholen. Lieber Herr Professor Frommer, Sie sind ein absoluter Glücksfall für die HHU. Wir freuen uns, dass Sie nun Dank der Hilfe der Humboldt-Stiftung und des BMBF in Düsseldorf sind."

Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Humboldt-Stiftung jährlich bis zu zehn weltweit führende, im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen aus. Neben der herausragenden wissenschaftlichen Qualifikation der Kandidaten sind die Konzepte der Hochschulen entscheidend, die den Forschern und ihren Teams eine dauerhafte Perspektive in Deutschland bieten sollen. Die Auszeichnung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

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