01.02.2019 17:24

HPC-Landesprogramm verstärkt Hochschulzusammenarbeit

Hochleistungsrechnen an HHU gefördert

By: Arne Claussen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will das Hochleistungsrechnen (High-Performance Computing, kurz HPC) im Land weiter stärken. Zwölf NRW-Universitäten haben dazu ein gemeinsames Konzept zum HPC vorgelegt, das in den kommenden vier Jahren mit insgesamt 6,2 Millionen Euro vom Land NRW gefördert wird. Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) war daran entscheidend beteiligt und wird zukünftig ein Teilprojekt zur Nutzerberatung leiten.

Dr. Stephan Raub (l.), ZIM-Direktor Dr. Harald Ziegler (Mitte) und Philipp Rehs (r.) – hier vor dem HHU-HPC-Cluster HILBERT – haben maßgeblich am Antrag für ein HPC-Landesprogramm mitgewirkt. (Foto: HHU / Jochen Müller)

Das High-Performance Computing ist eine Schlüsseltechnologie und ein Standortfaktor für wissenschaftliche Forschung aus allen Fakultäten. In Nordrhein-Westfalen gibt es hierzu bereits eine gut ausgebaute Infrastruktur und große wissenschaftliche und technische Expertise, so etwa das Jülich Supercomputing Centre (JSC) am Forschungszentrum Jülich, eines der drei leistungsfähigsten Höchstleistungszentren Deutschlands. Auch die HHU ist – in einem kleineren Maßstab – mit seinem HPC-Rechnercluster „HILBERT“ am Zentrum für Informations- und Medientechnik (ZIM) gut aufgestellt.

Zwölf Universitäten aus Nordrhein-Westfalen haben im Rahmen des Landesprogramms „Digitale Hochschule NRW“ ein gemeinsames Landeskonzept für das Hochleistungsrechnen in NRW erarbeitet und einen erfolgreichen Förderantrag gestellt. Kernpunkte sind bessere Abstimmung der HPC-Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen und im nationalen Kontext, die Förderung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses, bessere Rahmenbedingungen und Möglichkeiten für Spitzenforschung sowie das Heranführen von neuen Nutzergruppen an das Hochleistungsrechnen.

Der Antrag wurde unter maßgeblicher Mitwirkung des ZIM der HHU um Direktor Dr. Harald Ziegler erstellt. Die HHU übernimmt die Leitung des Konsortialgremiums und die Verantwortung für ein Teilprojekt. Darin geht es um die intensive wissenschaftliche Beratung der forschenden Institute bei der effizienten Nutzung der komplexen HPC-Infrastruktur. Den Anwendern sollen regelmäßige Schulungen angeboten werden. Die teilnehmenden Hochschulen werden dazu thematische Schwerpunkte ausbilden und ein Austausch der Standorte untereinander wird aktiv gefördert werden.

Weitere Informationen: undefinedPressemitteilung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW vom 4. Januar 2019

HPC an der HHU

Das „Kompetenzzentrum für Wissenschaftliches Rechnen und Speichern“ am ZIM betreibt den zentralen HPC-Cluster „HILBERT“ als wissenschaftlichen IT-Dienst für alle Mitglieder der HHU. Im Jahr 2018 wurden dafür zwei Millionen Euro Fördermittel für ein hochperformantes Speichersystem sowie leistungsfähige Rechenknoten eingeworben. Der Schwerpunkt des Kompetenzzentrums liegt bei der individuellen Unterstützung der forschenden Institute bis hin zur aktiven Mitarbeit in den Projekten.

HILBERT ist besonders für Fragen der Lebenswissenschaften ausgelegt. Dafür besitzt der Cluster einen besonders hohen Arbeitsspeicher, der notwendig ist, um große Datenbestände wie etwa das Genom von Lebewesen parallel verarbeiten zu können.

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